Interview mit Diana Rahfoth - Künstlerin von zahlreichen DSA-Illustrationen

Interview mit Diana Rahfoth - Künstlerin von zahlreichen DSA-Illustrationen

Hallo Diana,

seit mehr als einer Dekade bist du ein nicht weg zu denkender Teil der Welt des Schwarzen Auges. Du hast mit unzähligen fantastischen Zeichnungen Publikationen und Bände bereichert und bist überdies auch noch redaktionell aktiv. So liest man Texte aus deiner Feder zum Beispiel in „Die Sonnenküste“. Wir freuen uns riesig, dass du dir quasi nochmal die Zeit nimmst, um mit uns ins Gespräch zu kommen. Denn immerhin, hat Anton Weste dich vor kurzem erst im Zweiten Teil seiner „Pläne des Schicksals“-Reihe ein wenig ausquetschen dürfen.

 

"Die Regeledition ist für mich übrigens zweitrangig. Ich kenn mich bei 4.1. zwar am besten aus, aber auch 5 sagt mir durchaus zu und hat seine Vorteile."

> Seit wann ist Rollenspiel Teil deines Lebens und was war dein Erstkontakt?

Diana Rahfoth beim LARP 2022

"Hmm, was mir als erstes in den Sinn kommt: Viele erinnern sich vermutlich daran wie sie als Kind draußen gespielt und dabei andere Rollen übernommen haben. Meine Freunde und ich haben uns damals in der Grundschule dazu eine Art von Charakterbogen gemacht (mit Vor- und Nachteilen und Fähigkeiten und Charaktereigenschaften, die die gespielte Figur hatte, man selbst aber nicht), inklusive Charakterbildern und detaillierter Hintergrundstory.
Es gab auch Plot, den in der Regel ich vorangetrieben und beschrieben habe. Gerade “Gargoyles” war da unsere Lieblingswelt, aber auch irgendwelche Fantasywelten. Klar, das ganze hatte kein Regelsystem und war sehr frei, aber letzten Endes war es sehr ähnlich zu dem, was ich heute im Larp treibe. xD

Wir haben das als Kinder so exzessiv betrieben, dass ich es tatsächlich als mein Rollenspielgrundstein betrachten würde, denn da habe ich gemerkt: ‘Hey, andere Leute zu spielen, macht Spaß wie nichts Gutes!’ xD
Aber gut, ihr meint eher die konkrete Erstberührung zu einem gängigen System. :D
Okay! Das war…. 2001! Nachdem mein damaliges Umfeld und ich Baldurs Gate II gespielt hatten, stießen wir auf Dungeons&Dragons als Pen&Paper-System. Ich spielte eine sonnenelfische Lathanderpriesterin, soviel weiß ich noch. Auch 2001 begegnete ich DSA, hatte bei dem System damals aber keine aktive Spielrunde, wenn auch meine almadanische Halbelfe Lanyana  entstand, die ich heute immer noch spiele (die sich im Laufe der Zeit zu einer “Wahlthorwalerin” entwickelt hat). Mein erstes Larp folgte 2003 im Phönix-System."

> In welchem System bist du zu Hause – sowohl künstlerisch als auch spieltechnisch - und was würde dich noch reizen?

"Die Frage ist leicht! Silvester 2007 ist mein Elternhaus niedergebrannt - zum Glück sind alle heil geblieben, wenn auch 90% der Sachen verloren gegangen sind. Wir konnten absurderweise alte (bis heute nach Ruß und Feuchtigkeit miefende) DSA Soloabenteuer bergen, die wir dann eine Weile lang als Klolektüre liegen hatten - und ab da ließ mich DSA nie wieder los - diese detailverliebte Welt, die gewachsene Geschichte, die NSCs, die über die Jahre immer wieder auftauchten - diese Lebendigkeit. Ja, alte DSA-Solos haben mich gehooked. xD
Die Regeledition ist für mich übrigens zweitrangig. Ich kenn mich bei 4.1. zwar am Besten aus (am längsten gespielt), aber auch 5 sagt mir durchaus zu und hat seine Vorteile. Und auch ältere Systemversionen würde ich nicht ablehnen. Hauptsache Aventurien!!! xD
Durch DSA hatte ich meinen Start in der Illustration, denn im Sommer 2010 fing die Sache mit Zeichnungen für den Aventurischen Boten an (danke noch immer an Uli Kneiphof für die Chance!).
Und auch wenn ich heute seltener für offizielle DSA-Sachen zeichne, habe ich über 10 Jahre lang immer mal wieder Illustrationen beisteuern können, ich war also ne ganze Weile dabei.
In keiner Spielwelt fühle ich mich so sehr zu Hause wie in Aventurien. Ich erlebe es als Meister - aktuell leite ich die G7 - und als Spieler in üblichen Gruppenkonstellationen (leider seltener), aber auch im Zweierspiel bei “Stadtsimulationen” (besonders Gareth und Fasar) - das ist so mein Ding, Alltags-RP und profane Probleme in aventurischen Großstädten mit meinen Chars bespielen. :D Ich habe da das große Glück, dass ich als “Singleplayer” von meinem Lieblingsmenschen Claas geleitet werde.
Ich spiele auch gerne Shadowrun und ab und zu Private Eye (da hätte ich auch mega Lust mal was für zu zeichnen, ich stelle mir so sepia-Aquarelle vor!) und neuerdings wieder DnD. Oh, mich reizt ein Pen&Paper zu einem Franchise, das ich sehr mag - Mass Effect oder Dragon Age. Aber auch auf Fallout bin ich gespannt! Und ebenso für Hexxen (die Artworks sind auch der Hammer, in einem dazu passenden Stil würde ich auch gerne Illus versuchen)! So viele coole Systeme und so wenig Zeit, alle auszuprobieren. :’D"

Bilderreihe von Diana Rahfoth mit Mumie, Sarkophag und Elfen
V.l.n.r. künstlerische Evolution der Elfe Lanyana von 2001 bis 2019, eine Mumie in den Katakomben, Vigos Grab - (c) Diana Rahfoth

 

"Grundsätzlich habe ich ein Faible Texte gegenzulesen sei es jetzt als Konzeption, Textabnahme, Lektorat oder Korrektorat"

> Ich erinnere mich an den Aufruf im Ulisses-Forum von Alex Spohr zum Zeichnen von Meisterpersonen im Jahre 2010. Hier hattest du viel positive Rückmeldungen auf deine Arbeit bekommen. Seit dem ist viel Zeit vergangen. Wie viele Kunstwerke hast du seit dem geschaffen, mit denen du die Rollenspielerschaft und vor allem die DSA-Community erfreut und bereichert hast?

"Ja, genau! Mit dem Aufruf von Alex kam der Stein ins Rollen (Danke nochmal! :D). Ich hatte während meines Studiums fast gänzlich aufgehört zu zeichnen; mit Alex’ Fanprojekt kam alles zurück. Ohnehin ist es witzig wie viel Impact Alex auf meinen beruflichen Werdegang hat. xD
Auch zur redaktionellen Arbeit bin ich durch ihn gekommen.
Oooh, hab sie nie gezählt. Das werde ich jetzt mal nachholen… Aaalso, seit 2010 sind entstanden:
Offizielle DSA-Bilder: 219
…davon Karten: 27
Inoffizielle DSA-(Charakter)bildaufträge: 230
Für andere Rollenspielsysteme (offiziell & vor allem inoffiziell): 52"

 

> Seit 2020 bist du auch als Redakteurin bzw. freie Redakteurin für Ulisses Spiele tätig. Magst du uns mitteilen, woran du aktuell arbeitest und was deine liebsten Tätigkeiten innerhalb des Redaktions-Team sind?

"Genau, seit November 2020 war ich fest angestellt (das erste Mal in meinem Leben! xD Vorher nur Freiberuflichkeit) in der Redaktion, ab Juli 2021 habe ich mich dann aber fürs freiere Arbeiten entschieden (liegt einfach daran, dass ich in der Freiberuflichkeit deutlich entspannter arbeiten kann, wenn ich mir meine Zeiten selbst lege), auch wenn ich den Job selbst und die Kollegen top fand. Ich habe aber gerne angeboten, die Redaktion weiterhin zu unterstützen, und habe einige meiner Projekte mit in die Freiberuflichkeit nehmen können. :)
Zu den Projekten selbst: Ich betreue eine Handvoll Heldenwerke und ein paar andere Abenteuer. Dazu bin ich noch bei einem weiteren ganz anderen Projekt involviert. … Ich sehe ein, das sagt jetzt nicht so viel aus, gebe ich zu. :D
Das meiste kommt eben nicht so bald raus.
Meine liebsten Tätigkeiten… Ich liebe den Kontakt zu den Autoren, ihre Texte zu lesen und sie Stück für Stück bei dem Erschaffen eines Abenteuers zu begleiten, ihnen unter die Arme zu greifen, konstruktive Kritik, Vorschläge und Lob anzubringen und Lösungen auszutüfteln.
Tatsächlich macht mir auch Organisatorisches Spaß, Zeug wie Vertragsdinge und auch hier den Kontakt mit den verschiedenen Autoren.
Grundsätzlich habe ich ein Faible Texte gegenzulesen sei es jetzt als Konzeption, Textabnahme, Lektorat oder Korrektorat. Inhalte auf Stimmigkeit und Verständlichkeit überprüfen (wichtig ist mir, mich als Meister reinzufühlen, welche Angaben man zum Leiten noch dringend bräuchte), Ergänzungen machen, prüfen, ob die notwendigen Formate alle stimmen. Mir macht anscheinend das “Kritteln” so meine Freude. X’D"

 

> Wie muss man sich die Arbeit einer Auftragskünstlerin vorstellen? Ist immer von vornherein absolut klar, wie das Werk später aussehen soll oder hast du Spiel für persönliche Interpretationen?

"Das ist von Auftrag zu Auftrag unterschiedlich. Ich habe Kunden, die eine sehr klare Vorstellung haben (das sind meistens Charakterportraits von Spielern) - da gibt es dann detailreiche, oft liebevolle Beschreibungen, viele aussagekräftige Referenzbilder und exakte Posenwünsche.
Ich mag es tatsächlich besonders gerne, wenn ich gar nicht so viel Interpretationsfreiraum habe. Es ist mein Ding, zu versuchen, so genau wie möglich definierte Vorstellungen zu treffen. Einmal fühlt es sich herausfordernder an (Phex, olé!) und andererseits muss man doch mehr Zeit und Hirnschmalz reinstecken, wenn man persönliche Interpretationen und Ideen einfließen lassen muss/soll - und schlimmstenfalls am Ende dann doch nicht den Geschmack trifft.
Ob die Vorstellung des Kunden nun aber ganz klar definiert ist oder nicht, ich mache zu Anfang immer grobe Posen-Skizzen. Mit diesem ersten Schritt kann man sich am Besten an den Geschmack des Auftraggebers herantasten. Im weiteren Verlauf gibt es in der Regel 1-2 Zwischenstände und die Möglichkeit Änderungswünsche anzubringen.
Bei größeren Firmen ist das meistens ganz anders, da hat man dann wiederum übermäßig viel Spielraum, so  dass das auch das wieder Spaß macht, weil man zum Teil quasi einen Satz Beschreibung bekommt und dann zeichnen kann, was man will - das hat auch was. Vor einer Weile habe ich ein ein Brettspiel illustriert (das ist aber noch nicht gedruckt) und fürs ZDF gearbeitet (wird erst im Herbst ausgestrahlt). Das war so frei, dass es quasi kaum konkrete Vorgaben gab und man fast komplett eigene Vorstellungen umsetzen konnte." 

Bilderreihe von Diana Rahfoth - Firun, Charaktere, Schwein
V.l.n.r. Firun & Fjadir, Conzeichnungen des Ulisses OnlineCon 2021, Schwein aus Bestiarium - (c) Diana Rahfoth

  

"Allerdings gibt es eine Tuschevorzeichnung… die… mir verunglückt ist."

> Wir wissen ja alle, das Eigenlob eher müffelt, aber was war deine persönlich schönste Zeichnung, sprich jene, die dir am besten gelungen ist? Und was ist mit dieser Zeichnung geschehen?

"Uff, schwere Frage. Viele von uns Zeichnern leiden ja unter der Macke, fast nie mit den eigenen Bildern glücklich zu sein. xD
Das betrifft auch mich.
Aber welchen Stil ich immer sehr gerne mochte, sind die Pseudo-Holzschnitte für den früheren Aventurischen Boten - den habe ich auch für einige Vademecums angewendet. Da mag ich - obwohl alt und das erste Bild für DSA von mir! - immer noch Firun & Fjadir  sehr gerne. Das ist schon digital entstanden. Allerdings gibt es eine Tuschevorzeichnung… die… mir verunglückt ist. Ich hatte sie mal in so ein Skizzenbuch reingeklebt, wollte sie dann wieder rauslösen und dabei ist sie mir kaputt gegangen…. >.>
Yay. Diese Illustration ist in jedem Fall besonders für mich. Aber die Schönste… hm! Am Liebsten mag ich in der Regel meine Skizzen.. :’D
Und auch einige Convention-Zeichnungen . So “losere/lockere” Sachen. Wirklich schwierige Frage.
Meistens sind es echt skizzenhafte Sachen, die ich bei mir mag. Da fehlt dieser selbst auferlegte Zeichner-Druck. :D"

 

> Zeichnest du eigentlich auch für andere Spiele, als für Das Schwarze Auge?

"Es ist jetzt schon ein bisschen länger her, aber ich habe mal was für Myranor gemacht (okay, ist auch DSA, aber immerhin DSA-Myranor… xD).
Dann habe ich für den DDD Verlag für Midgard gearbeitet.
An offiziellen Zeichnungen für PnP-Spiele wars das auch schon. Ansonsten habe ich an einem Brettspiel gearbeitet. Ich habe im Laufe der Zeit enorm viele andere Sachen gemacht, die nichts mit Spielen zu tun haben. Von Flyern über Icons und diverse Buchcover, CD Hüllen, auch Werbecomics und Etiketten für Getränke, Requisiten für ne TV-Serie, Homepagedesign, etc. pp."

 

> Doch neben dem Rollenspiel hast du auch ein Studium der Archäologie erfolgreich absolviert. Das klingt super interessant. Was verbindet dich mit dem Thema und hat es heute noch Auswirkungen auf dein Leben?

"Als ich drei Jahre alt war, haben meine Eltern mich für einige Monate mit nach Griechenland auf einen VW-Bus-Trip genommen. Da habe ich in einem Kloster mumifizierte Mönche gesehen und seit dem wollte ich 'was mit Archäologie machen'. Klingt ausgedacht, ist aber wirklich so. Mein Vater war früher eine Art Hobby-Historiker, der hat mich von klein auf ziemlich geprägt. Zwischendurch hat sich das Ganze ab dem Jugendalter auf Ägyptologie fokussiert (ich musste neulich schmunzeln - auf der DSK-Publikation Fasar-Brüchiger Frieden (Zartcoverversion) steht “ta mi(i)w/miu”, was auf Altägyptisch “die Katze” heißt (darunter steht übrigens “K(e)m-m”. Was das heißt weiß ich aber nicht. xD). Hatte mir als Jugendliche damals versucht Hieroglyphenlesen beizubiegen, ganz rudimentär ist es hängen geblieben). Ich wollte dann aber wegen der Familie und wegen Claas nach dem Abi nicht zu weit wegziehen, deshalb ist es Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Kunstgeschichte geworden - mit Schwerpunkten, die sehr durcheinander sind: antikes Griechenland (speziell griech. Vasenmalerei), mittelalterliches Spielzeug, mittelalterliche Orden (speziell Zisterzienser), aber auch Wikinger Süd/Ostbewegungen, Textile Archäologie (wir haben sogar Brettchenweben im Studium gelernt! xD)  und Keltische Fürstensitze.
So richtig Auswirkung auf mein Leben hat dieses Studium nicht mehr, denn noch währenddessen habe ich gemerkt, dass ich mit Illustrationen Geld verdienen kann. Hab dann zwar noch meinen Magisterabschluss gemacht, aber im Grunde war ich schon voll in der Illustration gefangen. xD
Ab und zu mag ich es ganz gerne, dann und wann (verfremdet, eigentlich nie originalgetreu) Elemente in Bilder aufzunehmen, die ich im Studium kennengelernt habe, bei Kleidungsstücken z.B., aber abgesehen davon hängt der Uniabschluss nur als Wandzierde herum." 

Bilderreihe von Diana Rahfoth - Magierin, Speisesegen, Sphinx, Harpye
V.l.n.r. Profession Schwarzmagierin, Der Speisesegen, Skizze einer Sphinx, Die Harpyenkönigin

 

"Ganz davon ab hat mir Rollenspiel geholfen, meine früher stark ausgeprägte Schüchternheit in den Griff zu bekommen."

> Es heißt, du seist auch im LARP-Bereich aktiv. Auf welchen Veranstaltungen kann man dir in Gewandung über den Weg laufen? Ggf. sogar auf Mittelaltermärkten?

"Auf Mittelaltermärkten bin ich gar nicht mehr. Aber ja, nach einer langen Larp-Pause, larpe ich seit 2013 wieder regelmäßig. :) Ich bin ab und zu als NSC auf kleineren Phönix-Cons im norddeutschen Raum unterwegs und häufiger als Spieler (alles “konvertierte” DSA-Charaktere) auf Conventions mit Mythodea/Conquest- Kontext. Immer auf dem ConQuest selbst, ab und zu auf dem Chroniken, auf dem Jenseits der Siegel und Siedlercons. Ich bin da in einer DSA-Community, der Aventurischen Allianz (AvA). Auf reinen DSA-Cons war ich absurderweise noch nie -  entweder schaffe ich das zeitlich nicht oder sie sind ausgebucht oder sonst irgendwas ist. Aber es ist durchaus Wille und Wunsch, irgendwann auch mal in einer reinen DSA-Con abzutauchen.  :’D"

 

> Wonach suchst du schon lange und würdest dich freuen, es auf RPGMarket.de zu finden?

"Bis vor Kurzem habe ich sehr lange nach der DSA 4.1.-RSH 'Am großen Fluss' gesucht (Wer nicht? xD). Das ist mir letztes Jahr aber endlich in die Finger gekommen.
Ansonsten halte ich Ausschau nach alten DSA-Schmuckstücken (Anhänger aus Stein), die es mal gegeben hat (die kann man nämlich wunderbar fürs Larp verwenden. :>).
Und aktuell suche ich nach dem gar nicht so alten Heldenwerk Archiv 4 - ich fasse es nicht, dass das so an mir vorbeigegangen ist…. xD
Die PDF hab ich natürlich, aber ich wills auch zum Anfassen im Regal."

 

> Nun sind wir auch schon beinahe am Ende unseres sehr netten Gesprächs. Hier ist nun Platz für die famous last words. Was möchtest du den Spielerinnen und Spielern da draußen gern mit auf den Weg geben? Immer raus damit!

"Danke für die wohlüberlegten Fragen! :D Hat Spaß gemacht, auch wenn ich mich - wie immer - im Schriftlichen nicht so klasse kurz fassen kann (Ich überlege gerade, ob eine tl;dr-Kurzfassung Sinn machen würde :’D).
Letzte Worte… Hm. Etwas Ernsteres treibt mich aktuell um. Ich weiß, ja - wir sollen es 'mit dem Rollenspiel nicht übertreiben, um nicht den Bezug zur Realität zu verlieren' (Zitat meine Eltern früher und wohl auch vieler anderer Eltern), aber ich stelle für mich in Zeiten von Corona-Pandemie, sozialer Distanz und jetzt auch noch einem Angriffskrieg 'direkt vor der Haustür' (nicht, dass das Leid da schlimmer wäre als in den leider zahlreichen anderen Kriegen auf der Welt - man bekommt es deutlich mehr vor Augen geführt und damit logischerweise mehr in den Kopf) fest, dass Eskapismus und Rollenspiel gut tut und für mich notwendig ist, um weiterhin bei Sinnen zu bleiben. Ganz davon ab hat mir Rollenspiel geholfen, meine früher stark ausgeprägte Schüchternheit in den Griff zu bekommen. Dieses 'Rollenspiel' ist Balsam und als Selbsttherapie geeignet. Kann ich nur empfehlen. :)
Ich halte es nicht für falsch für das eigene Wohlbefinden in Krisenzeiten auch mal abzutauchen."

 

Vielen Dank für deine Zeit und deine umfangreichen Antworten und den damit verbundenen Einblick in deine Welt. Bleib gesund und bleib vor allem so kreativ, wie du bist. Auf dass wir noch viele deiner Werke bestaunen dürfen.

 

Dieses Interview wurde am 02.04.2022 geführt.

Weitere Informationen zu Diana Rahfoth und ihrer Kunst finden sich auf ihrer Website https://www.dianarahfoth.de

2 Kommentare

Super Interview von der besten Ehefrau von allen!

Bengt Claas Rhodgeß

Ein gutes und informatives Interview.

Karl-Heinz Witzko

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